Konrad

Was ist das Endlager Konrad?

Infostelle Konrad

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 17:00 Uhr, Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Adresse und Anfahrt

Chemnitzer Str. 27

38226 Salzgitter
Telefon: 05341 8673099
Fax: 030 18333-1285
E-Mail: info-konrad@bge.de

Das Endlager Konrad ist Deutschlands erstes vollständig genehmigtes Endlager für Atommüll. Genauer gesagt handelt es sich um radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung. Das sind die schwachradioaktiven - und der Großteil der mittelradioaktiven Abfälle. Für Konrad liegen alle notwendigen wissenschaftlichen Sicherheitsanalysen und ein gültiger Planfeststellungsbeschluss vor.

Vor der Inbetriebnahme wird die Sicherheitsbetrachtung nochmals darauf überprüft, ob alle Erkenntnisse dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechen. Gleichzeitig wird das Bergwerk zum Endlager ausgebaut. Dies geschieht mit den modernsten Bauverfahren, die es sowohl im Bergbau als auch im Hoch- und Tiefbau gibt. Schließlich soll das Endlager Konrad ein Höchstmaß an Sicherheit bieten.

Die Geschichte des Standorts Konrad


Blick auf ein temporäres Teufgerüst beim Schacht Konrad 2.
© BGE
Für die Sanierung und Umrüstung des Schachtes Konrad 2 wird wieder ein temporäres Teufgerüst aufgestellt. Auch jetzt müssen die Bergleute beengt in einem kleinen Förderkorb zu den Arbeitsplattformen im Schacht einfahren.

Das Endlager Konrad in Salzgitter-Bleckenstedt in Niedersachsen ist in einem lange andauernden Verfahren genehmigt worden. Hier wird nach der Fertigstellung Atommüll mit vernachlässigbarer Wärmeabgabe eingelagert. Das sind schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Die Vergangenheit des Standorts reicht bis weit ins 20. Jahrhundert zurück, lange bevor Bergleute in den späten 1950er-Jahren die beiden Schächte gebaut haben.

Radioaktive Abfälle und deren Beseitigung


Radioaktive Abfälle werden häufig auch als Atommüll bezeichnet. Damit ist klar, dass es sich um Reststoffe handelt, für die es keine weitere sinnvolle Verwendungsmöglichkeit mehr gibt. Da Müll nicht gleich Müll ist, hängt die Entsorgung von etlichen Faktoren ab. Das betrifft Müll, der im Haushalt anfällt genauso wie radioaktive Abfälle, die in Kernkraftwerken und anderen kerntechnischen Betrieben anfallen. Der große Unterschied sind die umfangreichen rechtlichen Bestimmungen.

Radioaktive Abfälle entstehen überwiegend beim Betrieb von Kernkraftwerken und im Anschluss bei deren Rückbau. In der Forschung fallen ebenfalls radioaktive Abfälle an und in geringeren Mengen auch in der Industrie und der Medizin. Für die Entsorgung müssen unterschiedliche Eigenschaften der Abfallstoffe berücksichtigt werden. Insbesondere ist auf die Wärmeentwicklung zu achten. Durch zu große Wärmebelastung könnte das Gestein beschädigt werden. In Deutschland werden radioaktive Abfälle deshalb in zwei Arten eingeteilt:

  • Radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung und
  • wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle.
Ein Arbeiter im Schutzanzug dekontaminiert ein Bauteil
© Janosch Gruschczyk
Alle Materialien aus einem Kernkraftwerk müssen bei ihrem Abbau von radioaktiven Stoffen gereinigt werden. Das nennt sich Konditionierung. Bei Abfällen, wo das nicht möglich ist, wird das gesamte Bauteil als radioaktiver Abfall verpackt.

Was passiert auf Konrad
?

Aufnahme vom Schacht Konrad
© Klaus Loew
Bei einer Besucherbefahrung können sich alle Interessierten das zukünftige Endlager unter Tage anschauen.

Das Bergwerk Konrad wird nach den Festlegungen der Genehmigung zu einem Endlager für Atommüll ausgebaut. Genauer gesagt handelt es sich um radioaktive Abfälle, deren Wärmeabgabe vernachlässigt werden kann. Das bedeutet, dass sie eine so wenig Wärme an das Endlagergestein abgeben, dass keine Veränderungen im Gestein entstehen.

Der Aufwand für den Ausbau des Endlagers ist enorm, da die Sicherheitsanforderungen hoch angesetzt wurden. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass für etwa 300.000 Jahre nicht damit zu rechnen ist, dass radioaktiven Stoffe aus dem Endlager in die Umwelt austreten.

Was wird aus Konrad?


Zunächst muss der Bau des Endlagers vollendet werden. Das wird voraussichtlich bis ins Jahr 2027 dauern. Danach erfolgen die behördlichen Abnahmen und der Testbetrieb ohne radioaktive Abfälle, die sogenannte Kalterprobung. Wenn das erfolgreich bewältigt ist, wird die Anlage in den Regelbetrieb überführt. Das heißt, erst dann können die zugelassenen und bei der Vorkontrolle freigegebenen Abfallbehälter zum Endlager gebracht werden. Und zwar in einer vorher festgelegten Reihenfolge, damit ein kontinuierlicher Einlagerungsbetrieb möglich ist.

Bergleute bauen Gebirgsanker zur Stabilisierung ein.
© Janosch Gruschczyk
Bergleute bauen Gebirgsanker zur Stabilisierung ein.

Ein Bergmann bläst mit Druckluft ein Bohrloch frei.
© Janosch Gruschczyk
Ein Bergmann bläst mit Druckluft ein Bohrloch frei.

Zunächst muss der Bau des Endlagers vollendet werden. Das wird voraussichtlich bis ins Jahr 2027 dauern. Danach erfolgen die behördlichen Abnahmen und der Testbetrieb ohne radioaktive Abfälle, die sogenannte Kalterprobung. Wenn das erfolgreich bewältigt ist, wird die Anlage in den Regelbetrieb überführt. Das heißt, erst dann können die zugelassenen und bei der Vorkontrolle freigegebenen Abfallbehälter zum Endlager gebracht werden. Und zwar in einer vorher festgelegten Reihenfolge, damit ein kontinuierlicher Einlagerungsbetrieb möglich ist.

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